Unterrichtsversorgung
Gute Unterrichtsversorgung hat oberste Priorität!
Gute Unterrichtsversorgung hat oberste Priorität!
Eine gute Unterrichtsversorgung ist für uns von zentraler Bedeutung. Und deswegen ist es gut, dass wir im aktuellen Schuljahr die beste Unterrichtsversorgung seit 25 Jahren haben. Aber jeder von uns weiß: Seit es Schule gibt, fallen auch Unterrichtsstunden aus. Lehrkräfte gehen auf Klassenfahrt oder können krank werden. Das führt dann an der jeweiligen Schule zu kurzfristigen Ausfällen. Das ist überall so und wer behauptet, dass man solchen Unterrichtsausfall gänzlich vermeiden kann, der verkennt die Realität und macht leere Versprechungen.
Ein Blick über die Landesgrenzen nach Hessen zeigt, dass die dort vor 5 Jahren versprochene Unterrichtsgarantie nicht gehalten werden konnte. Denn es gibt bundesweit Probleme auf dem Lehrerarbeitsmarkt. In bestimmten Fächern wie Mathe und Physik und für bestimmte Schularten wie BBS oder Gymnasium sind nicht genügend ausgebildete Lehrkräfte vorhanden. Auch das ist überall so.
Wir in Rheinland-Pfalz brauchen aber in puncto Unterrichtsausfall Vergleiche nicht zu scheuen, denn wir tun einiges, um die Versorgung der Schulen mit qualifizierten Lehrkräften sicherzustellen. Dazu baut das Land seit Jahren die Ausbildungskapazitäten für angehende Lehrkräfte in den Studienseminaren kontinuierlich aus. Im laufenden Schuljahr bieten die Studienseminare deutlich mehr als 3.000 Plätze für Referendarinnen und Referendare an. Das sind mehr als dreieinhalbmal so viele Plätze wie noch im Jahr 1991.
Außerdem haben wir auch kontinuierlich neue Lehrerinnen und Lehrer eingestellt.
Heute sind es 5.000 mehr als Anfang der 90er Jahre! Das Resultat dieser Bemühungen kann sich sehen lassen: Rheinland-Pfalz hat bundesweit die jüngsten Lehrkräfte und unsere Schulen schneiden bei den bundesweiten Leistungsvergleichen sehr gut ab! Und für uns gilt: Wir werden diesen erfolgreichen Weg weiter beschreiten!
Ein Wort zur aktuellen Unterrichtsversorgung: Wie eingangs erwähnt, haben wir die beste seit 25 Jahren. Und die Rechenoperationen der CDU mit ausgefallenen Stunden, umgerechnet in angeblich fehlende Lernzeit in astronomischer Höhe, stimmen nicht!
Wie man weiß, ergibt sich die Unterrichtsversorgung einer Schule aus einem aufgrund der Schülerzahl und der Klassenbildung zu errechnenden Soll an Lehrerwochenstunden und der Zuweisung von Personen durch Einstellung, Versetzung oder Vertretung. Die Schulaufsicht (ADD) weist entsprechend dem von Schulleiterinnen und Schulleitern angemeldeten Bedarf nach ihren Möglichkeiten Lehrkräfte zu. Dabei bemüht sich die ADD in enger Zusammenarbeit mit den Schulleitungen um eine optimale Versorgung. In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass in Rheinland-Pfalz – anders als in anderen Bundesländern – die Grundlage für die Bemessung der Unterrichtsversorgung nicht allein der Pflichtunterricht laut Stundentafel ist. Auch die von den Schulen geplanten Förderund Differenzierungsmaßnahmen sowie Zusatzstunden zur Profilbildung und zu besonderen Schwerpunkten (z.B. bilingualer Zug, mathematischnaturwissenschaftlicher oder musischer Schwerpunkt) werden über die Grundversorgung hinaus zur Basis der Lehrerzuweisung gemacht. Diese gesamte
Stundenzuweisung ist Grundlage der schulinternen Planungen, die dann jede Schule eigenverantwortlich vornimmt.
Die Schulen in Rheinland-Pfalz haben damit eine gute Basis für ihre Arbeit, insbesondere für eine intensive individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler.
Wir werden aber in unseren Anstrengungen nicht nachlassen und weiter Lehrkräfte ausbilden, Quer- und Seiteneinsteiger einstellen und die Grundschulen mit Feuerwehrlehrkräften unterstützen. Die Möglichkeit, kurzfristigen Ausfall selbstständig zu kompensieren (Stichwort: Projekt Erweiterte Selbstständigkeit – PES), werden wir weiter ausbauen und mit den Schulen nach neuen Möglichkeiten suchen, um möglichst flexibel reagieren zu können.
Und auch bei der Unterrichtsversorgung bleiben wir unserer politischen Handlungsmaxime treu: Wir versprechen nur, was wir halten können! Und das ist: Wir werden bei den Bemühungen um eine gute Unterrichtsversorgung nicht nachlassen und mit uns wird es in den Grundschulen, in den Orientierungsstufen der IGSen und der Gymnasien sowie in der Berufsfachschule kleinere Klassen geben.
Die Unterrichtsversorgung nach Schularten
- Grundschulen: Versorgungsgrad von 100,8 Prozent -> Überversorgung!
- Gymnasien: Versorgungsgrad von 97,8 Prozent
- IGS: Versorgungsgrad von 98 Prozent
- Realschulen Plus: Versorgungsgrad von 98,8 Prozent
- Verbliebene Hauptschulen: Versorgungsgrad von 99,2 Prozent
- Verbliebene Realschulen: Versorgungsgrad von 98,3 Prozent
- Förderschulen: Versorgungsgrad von 96,5 Prozent (Nicht berücksichtigt sind hierbei die pädagogischen Fachkräfte.)
Durchschnitt insgesamt: Versorgungsgrad von 98,8 Prozent
Stand: März 2011
SPD Landesverband Rheinland-Pfalz, Klarastr. 15a, 55116 Mainz, lv.rheinland-pfalz@spd.de