12 2008 Brief aus Mainz

Brief aus Mainz

Bad Kreuznach wird auf Grund von Entscheidungen der Landesregierung mit Unterstützung der SPD-Landtagsfraktion eine wesentliche Stärkung als Mittelzentrum mit Entwicklungsschwerpunkten erfahren.

Die Generalsanierung der Eichamtsdirektion ergänzt durch einen großen Anbau in der Steinkaut in Bad Kreuznach für die neue Agentur für Qualitätssicherung der Schulen mit ca. 80 Beschäftigten sowie der vorgesehene Umbau des ehemaligen Kreiswehrersatzamtes in der Röntgenstraße für das Pädagogische Zentrum gehören dazu.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt wird durch die Entscheidung des Justizministers Heinz Bamberger gesetzt, die auf drei Standorte in der Stadt verteilten Justizbehörden in einem Justizzentrum zusammenzufassen und dieses neu zu bauen. An der Vorbereitung dieser Entscheidung habe ich kräftig mitgewirkt, da nach meiner Überzeugung nicht der Um- und Ergänzungsbau eines eventuell im 4. Stock belasteten Gerichtsgebäudes sondern ein Neubau erforderlich ist. Seit Auftreten der massiven Beschwerden über Belastungen aus dem Bauwerk, die sogar zu Krebserkrankungen geführt haben sollen, habe ich mich in Mainz und vor Ort für ein neues Justizzentrum eingesetzt, eine von allen bei der Justiz Beschäftigten herbeigesehnte und auch gute Lösung. Jetzt gilt es, die vorbereitenden Arbeiten wie die Entwicklung des Raumprogramms etc. so zu beschleunigen, dass möglichst noch 2009 mit dem Bau begonnen werden kann. Gerade in Zeiten dunklerer Wolken am Konjunkturhimmel wäre dies ein wichtiger Beitrag für die Bauwirtschaft, geht es doch immerhin um ein Bauvolumen zwischen 15 und 20 Millionen Euro. Ein Glücksfall für die Stadt ist der beabsichtigte Bau auf einer Konversionsfläche an der Dürerstraße in Bad Kreuznach als ein sogenanntes „Leuchtturmprojekt“. Gleiches gilt für die Diakonie, die durch den Erwerb des alten Justizgebäudes ihr Gelände arrondieren kann.

In den letzten Wochen habe ich viele Advents- und Vorweihnachtsfeiern besucht, die nicht nur Gelegenheit zu einem Gespräch miteinander bieten sondern auch Anlass zum Innehalten. Das gilt in besonderer Weise für den Besuch bei dem Blinden- und Sehbehindertenverein wie bei dem Verein der körperbehinderten Menschen. Diese Menschen lassen mich teilhaben an der Freude über das Zusammensein statt mit ihrem Schicksal zu hadern. Das macht mich nachdenklich und verstärkt gleichzeitig die Bereitschaft, mich noch mehr für diejenigen einzusetzen, die unsere Hilfe in besonderer Weise benötigen.

Am Schluss dieses Briefes möchte ich Ihnen, den vielen Leserinnen und Lesern des Öffentlichen Anzeigers, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2009 wünschen.