30.08.2010 SPD-Pressestelle

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++SPD-Parteivorstand beschließt Leitantrag: „Deutschland besser regieren! Neues Wachstum - Unser Projekt für ein faires Deutschland“++

Der SPD-Parteivorstand hat auf seiner heutigen Sitzung folgenden Leitantrag für den außerordentlichen Bundesparteitag 2010 beschlossen:

I. Ein neues Wachstumsmodell als Antwort auf die Finanzkrise

Deutschland braucht eine andere Politik. Die amtierende Bundesregierung ist gelähmt im Streit. Die konservative Koalition aus CDU/CSU/FDP ist an ihren inneren Widersprüchen gescheitert. Union und FDP haben keine Antworten auf die drängenden und großen Fragen der Zeit. Wie soll es gelingen zu regulieren, zu konsolidieren, zu investieren, Inflation zu vermeiden und gleichzeitig Beschäftigungsbrücken über das Jahr 2011 hinaus zu bauen? Woher sollen die Investitionsimpulse für einen
innovationsbasierten, ökonomisch und ökologisch nachhaltigen Wachstumspfad kommen? Sie bedienen stattdessen Lobbyinteressen und lassen die deutsche Politik käuflich oder erpressbar erscheinen. Die vergangenen 12 Monate der Regierung von Angela Merkel und Guido Westerwelle waren ein Konjunkturprogramm für Politikverdrossenheit und Vertrauensverlust in die Demokratie.
Dabei haben die letzten Jahre deutlich gemacht: Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten drei Jahrzehnte mündete in einer globalen Wirtschafts- und Finanzkrise von unvorstellbarem Ausmaß. Deshalb muss die Wirtschaftspolitik national, europäisch und international umsteuern.

Die Finanzkrise war nicht nur das Ergebnis moralischem Fehlverhaltens, unzureichender Regeln für Finanzmarktakteure oder öffentlicher Verschuldung, wie uns die Konservativen aus CDU/CSU und FDP weiß machen wollen. Sie ist das Ergebnis eines Wirtschaftsmodells, in dem die Finanzmärkte zum Dreh- und Angelpunkt geworden sind und Wirtschaftspolitik ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr wahrnehmen wollte. Statt die Orientierung wirtschaftlichen Handelns am Gemeinwohl und am Zusammenhalt der nationalen und internationalen Gemeinschaft zu fördern und durchzusetzen, schien nur noch der Verzicht auf Regeln und die Entfesselung der Marktwirtschaft die Chance auf wirtschaftlichen Erfolg zu garantieren.

Dabei hat sich ein Bündel von Fehlentwicklungen gegenseitig verstärkt:

- Der Irrglaube in die Effizienz unregulierter Märkte,
- Der Druck auf Löhne zugunsten rapide wachsender Vermögenseinkommen,
- Die Anhäufung von Kapital auf der Suche nach rentablen Anlagen, mit der Konsequenz eines Strebens nach immer höheren Spitzenrenditen,
- Die Zunahme von spekulativen Finanzgeschäften und die Einführung immer neuer „Finanzinnovationen“,
- Fehlanreize für Manager und Investmentbanker durch Boni und somit die Entkopplung von eigennützigem Handeln und Verantwortung,
- Wachsender Druck der Finanzmärkte auf Unternehmen, die einseitige Orientierung am „Shareholder Value“ und das Auspressen gesunder Unternehmen im Interesse kurzfristigen Profits,
- Weltwirtschaftliche Ungleichgewichte mit Ländern, die „auf Pump“ gelebt haben (USA) und Ländern, die gemessen an ihrer Wirtschaftskraft unter ihren Verhältnissen gelebt haben (Deutschland),

Dieses Wirtschaftsmodell basiert auf dem Irrglauben an eine wundersame Geldvermehrung aus sich selbst heraus. Doch dauerhaft kann neuer Wohlstand nur aus echter Wertschöpfung durch Arbeit entstehen. Wir müssen wieder zurückkehren zur Kultur der Nachhaltigkeit und der Leistung anstelle einer „Kultur“ des schnellen Geldes.

Der Finanzkapitalismus der letzten zwei Jahrzehnte ist gescheitert. Es war am Ende der zuvor von Banken und Börsen verachtete Staat, der das Überleben von tausenden von Unternehmen und die Rückkehr zu einer funktionierenden Geldwirtschaft sichern musste.
Sozialdemokratische Ministerinnen und Minister der Großen Koalition haben die entscheidenden Weichen gestellt, um die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise in Deutschland erfolgreich zu bewältigen. Konjunkturprogramme für Städte, Gemeinden und Umweltschutz, die Umweltprämie für die Stabilisierung der Automobilindustrie und nicht zuletzt die neuen Kurzarbeiterregeln waren Initiativen der SPD. Sie mussten fast ausschließlich gegen CDU/CSU und immer gegen die Stimmen der heutigen Mitglieder der
FDP in der Bundesregierung durchgesetzt werden. Ohne diese sozialdemokratischen Initiativen wäre der befürchtete drastische Anstieg der Massenarbeitslosigkeit nicht verhindert worden. Und ohne diese erfolgreiche sozialdemokratische Wirtschaftspolitik gäbe es jetzt keinen beginnenden wirtschaftlichen Aufschwung.

Nun geht es darum, grundsätzliche Konsequenzen aus der Finanzkrise zu ziehen. Die große Depression in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts hatte ein weltweites wirtschaftspolitisches Umdenken zur Folge. Um genau das geht es auch jetzt. Wir müssen das heutige System des Finanzkapitalismus und des globalen Wirtschaftens in Frage stellen. Der Finanzkapitalismus ist nicht Motor für neuen Wohlstand, sondern er ist Hemmschuh für einen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Fortschritt. Er blockiert die Produktivkräfte der Zukunft.

Wir wollen eine neue soziale Ordnung und ein neues Wirtschaftsmodell, das an die Erfolgsbedingungen der Sozialen Marktwirtschaft anknüpft. Dafür kämpft die Sozialdemokratie: in Deutschland, in Europa und in der internationale Gemeinschaft.

Deutschland wird schlecht regiert: CDU/CSU/FDP blockieren den Fortschritt.
Die amtierende Bundesregierung belässt es bei kosmetischen Korrekturen. Damit ist die Regierung von CDU/CSU und FDP ein Hemmschuh für neuen wirtschaftlichen Fortschritt und sicheren Wohlstand. Angela Merkel und Guido Westerwelle tun nichts, um

• Anreize und Regeln durchzusetzen, die dafür sorgen, dass das vorhandene Kapital in neue Investitionen und Innovationen fließt statt in Spekulation.

• einen solidarischer Lastenausgleich zu schaffen, der die Verursacher der Finanz- und Wirtschaftskrise wirksam an den milliardenschweren Kosten beteiligt.

• den europäischen und globalen Ungleichgewichten durch eine Steigerung der Kaufkraft im eigenen Land – vor allem durch gerechtere Löhne – schrittweise in eine bessere Balance zu bringen.

• durch kräftige und nachhaltige Unterstützung das Technologieland Deutschland zum Wachstumsträger der „grünen Zukunftsmärkte“ zu machen.

• die öffentlichen Ausgaben für Bildung und soziale Infrastruktur deutlich und dauerhaft zu erhöhen, um den absehbaren Fachkräftemangel abzuwenden und gleichzeitig die gravierende Benachteiligung vieler Kinder und
Jugendlicher zu bekämpfen und ihnen gleiche Chancen auf Teilhabe zu geben.

• unsere Städte und Gemeinden wieder zu starken Helfern für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft zu machen – mit funktionierender Infrastruktur, guten Kindergärten und Schulen, Kultureinrichtungen,
Sport- und Sozialverbänden und Dienstleistungen für ihre Bürgerinnen und Bürger.

Die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mehr „Zusammenhalt“ als Überschrift über ihre Koalitionserklärung und ihre Regierungserklärung gestellt und versprochen. Ihr Regierungshandeln ist das krasse Gegenteil davon! Sie spielt die Gruppen in der Bevölkerung gegeneinander aus. CDU/CSU und FDP bedienen einflussreiche Klientelinteressen, alle anderen werden zur Kasse gebeten. Die konservative Bundesregierung macht Klientelpolitik gegen das Gemeinwohl und es mangelt ihr an Aufrichtigkeit und
Wahrhaftigkeit. Ihre Politik untergräbt das Wertesystem in Deutschland, weil sich die Menschen auf Zusagen und Versprechen der Politik nicht verlassen können. So kann man ein Land nicht regieren und ein Gemeinwesen nicht zusammenhalten. Und so kann man auch nicht eine der größten Volkswirtschaften der Welt in die Zukunft führen.

Wir brauchen ein gesellschaftliches Bündnis für ein neues Wachstumsmodell

Es gibt kein Zurück in frühere Jahrzehnte. Der digitale und globale Kapitalismus des 21. Jahrhunderts ist nicht vergleichbar mit den Nachkriegsjahrzehnten. Aber was wir aus dieser Zeit lernen können, ist, dass eine politische und gesellschaftliche Einbettung von Märkten, ein sozialer Ausgleich, die Beteiligung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und ein starker öffentlicher Sektor wirtschaftlichen Wohlstand, kulturellen Fortschritt und soziale Sicherheit schaffen können.

Die Erkenntnis aus fast 150 Jahren Geschichte der deutschen und internationalen Sozialdemokratie lautet: Wirtschaftliche Eliten fühlen sich weder automatisch noch dauerhaft gegenüber Demokratie, Gesellschaft oder Standorten verpflichtet. Sie brauchen für ihr Handeln immer beides: Freiheit und Freiräume für Innovation, wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt sowie demokratische und gesellschaftliche Einflussnahme, Regeln und Orientierungen.

Darum brauchen wir ein gesellschaftliches Bündnis für „ein neues Wachstumsmodell“. Wir sind überzeugt, dass sich eine große gesellschaftliche Mehrheit – mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer, Managerinnen und Manager, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Betriebsräte, Gewerkschaften, Umweltverbände, Wissenschaft und Zivilgesellschaft – auf folgende Ziele verständigen können:

- Ziel: Vollbeschäftigung. Die Chance auf individuelle Teilhabe in unserer Gesellschaft, die Stabilisierung der öffentlichen Einnahmen und der sozialen Sicherung setzt ein hohes Beschäftigungsniveau voraus.
Darum hat die Mehrheit ein Interesse an Vollbeschäftigung.

- Ziel: Investition statt Spekulation. Vollbeschäftigung ist möglich, wenn es gelingt, die Investitionsquote der Unternehmen wieder deutlich anzuheben. Wo der Markt versagt, brauchen wir neue Anreize und Instrumente, damit in
Produkte von morgen investiert wird.

- Ziel: Ein hohes öffentliches Investitionsniveau. Basis unseres Wohlstands sind aber auch Bildung, öffentliche Forschung, öffentliche Infrastruktur und „weiche“ Faktoren wie z.B. Zufriedenheit, Vertrauen, soziale Stabilität und
Lebensqualität. Darum brauchen wir ein hohes Niveau öffentlicher Leistungen.

- Ziel: Gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung. Eine gerechtere Gesellschaft ist eine zufriedenere Gesellschaft. Sie ist zudem im globalen Wettbewerb weniger verletzlich, weil sie auf einer starken eigenen Nachfrage
basiert. Darum brauchen wir eine gerechtere Verteilung von Einkommen und Vermögen.

- Ziel: Kultur der Kooperation und der Teilhabe. Demokratie endet in unserem Land weder am Werkstor noch am Personaleingang. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind keine bloßen Objekte von Unternehmensentscheidungen. Ihr
Leistungswille, ihre Qualifikation und ihre Flexibilität sichern erst den wirtschaftlichen Erfolg unserer Betriebe und Unternehmen. Teilhabe und Mitbestimmung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und ihren Gewerkschaften
gehören zum Verfassungsverständnis unseres Landes. Wir wollen sie wieder stärken.

- Ziel: Gleichstellung von Frauen und Männern. Die gerechte Teilhabe von Frauen auf dem Arbeitsmarkt ist nicht nur gesellschaftspolitisch überfällig, sondern auch nötig, um den Fachkräftebedarf der Zukunft zu decken.
Sie eröffnet zudem neue Potenziale für Wachstum z.B. im Bereich der sozialen Dienste.

- Ziel Nachhaltigkeit: Ein steigendes Wohlstandsniveau ist im Interesse aller Generationen (und letztlich der gesamten Menschheit) nur denkbar, wenn dies auf einer anderen Grundlage erfolgt: Effizienterer Umgang mit Rohstoffen
und der schrittweise Umstieg auf nachwachsende Rohstoffe und ihre nachhaltige Herstellung. Nötig dazu sind nicht nur technologische Innovationen, sondern auch eine nationale, europäische und internationale Verständigung über
die Ziele von Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz. Sie sind die zentrale Bedingung für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen ebenso wie für die Zukunft erfolgreichen Wirtschaftens für alle.

Es geht bei Wohlstand um mehr, als nur um eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts. Quantitatives Wachstum ist wichtig, aber die Verteilung des Wohlstands, die Nachhaltigkeit seiner Grundlagen und der soziale Zusammenhalt haben ebenfalls einen ökonomischen Gegenwert.

Unser Blick auf die Wertschöpfung muss sich verändern. Wir wollen das Verständnis für neues Wachstum in den Vordergrund rücken und anhand von konkreten Messgrößen und Indikatoren zum Referenzpunkt machen. Die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag bringt deshalb eine parlamentarische Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ auf den Weg, die im Dialog mit Wissenschaft und Gesellschaft die Methodik für eine ganzheitliche Messgrundlage für Neues Wachstum und gesellschaftlichen Fortschritt erarbeiten soll.

II. Eckpunkte eines neuen Wachstumsmodells und einer sozialdemokratischen Wirtschaftspolitik

Die nachstehenden Eckpunkte bilden das Gerüst für eine neue wirtschaftspolitische Debatte der SPD. Die Ergebnisse werden in ein wirtschafts- und finanzpolitisches Programm einfließen, das dem ordentlichen Bundesparteitag 2011 vorgelegt wird:

Deutschland besser regieren: Aufschwung für alle!

Die Nachrichten von der Konjunktur in Deutschland klingen vielversprechend. Im Hinblick auf das zweite Quartal des Jahres 2010, in dem ein Zuwachs von 2,2 % im Vergleich zum Vorquartal gemessen wurde, sind sie es auch. Unser Land hat inzwischen neues Ansehen als europäischer Wirtschafts- und Innovationsmotor gewonnen. Die Arbeitslosigkeit ist auch über den schärfsten Wirtschaftseinbruch der Nachkriegszeit hinweg vergleichsweise niedrig geblieben und sinkt wieder. Die jetzigen Erfolge sind die Früchte vergangener Entscheidungen bei der Arbeitsmarkt-, der Finanz-, der Wirtschafts- oder der Energiepolitik. Auch das deutsche Modell der Mitbestimmung und die Verantwortung der Sozialpartner haben zu diesen Erfolgen beigetragen. Zuletzt waren es schnelle und wirksame Konjunkturprogramme der Jahre 2008 und 2009, die der Industrie, den Kommunen, dem Handwerk und Hunderttausenden von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine Brücke über die Krise gebaut haben.

Doch die aktuelle Erholung hat Schattenseiten: In der zweiten Jahreshälfte wird die konjunkturelle Dynamik, bei einer weiterhin positiven Grundtendenz, voraussichtlich verhaltener ausfallen. Die Konjunkturprogramme laufen aus, die Investitionstätigkeit bleibt schwach, und die weltwirtschaftliche Lage – insbesondere in den USA – ist nach wie vor schwierig. Wer in Deutschland allein auf den Erfolg von Exporten und damit auf Außenhandelsüberschüsse setzt, macht sich von den Risiken und Schwankungen des Weltmarktes zu sehr abhängig.

Um vor diesem weltwirtschaftlichen Hintergrund und den Verschiebungen durch die Finanzkrise einen tragfähigen Wachstumspfad zu erreichen, muss die Wirtschaftspolitik in Zukunft stärker auf die Stärkung der Kaufkraft in Deutschland und der Binnennachfrage setzen.

Um das zu erreichen, müssen wir die staatliche Subventionierung von Armuts- und Niedriglöhnen aus Steuergeldern durch die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 € beenden. Arbeit und Leistung muss sich wieder lohnen und ein Leben ohne Sozialhilfeunterstützung des Staates ermöglichen. Zudem führen staatliche subventionierte Niedriglöhne zu massiven Benachteiligungen der Unternehmen und Betrieben, die angemessene und faire Löhne und Gehälter zahlen.

Vor allem aber wollen wir einen Aufschwung für alle: Nach jahrelanger Lohnzurückhaltung haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland Anspruch auf Lohnerhöhungen, die mindestens die Inflationsrate und die gestiegene Produktivität ausgleichen.

Bildung als Schlüssel für die Zukunft

Bildung und Erziehung zu Kompetenz und Orientierung sind die Voraussetzungen für Aufstieg und Teilhabe in unserer Gesellschaft. Wissen und technischer Fortschritt spielen eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, eine Volkswirtschaft auf einen höheren Wachstumspfad zu bringen.

Deutschland investiert heute zu wenig in Bildung. Hier setzen wir Sozialdemokraten politische Prioritäten, die wir auch finanziell absichern wollen. Deshalb bekennen wir uns zu dem Ziel, spätestens 2015 die Ausgaben für Bildung bei Bund und Ländern auf 7% des Bruttoinlandsprodukts und damit um mindestens 20 Milliarden €/Jahr zu steigern. Der Bundeshaushalt muss dafür den Ländern jährlich ca. 10 Milliarden € zusätzlich zur Verfügung stellen. Dafür wollen wir vollständig die Einnahmen eines
höheren Spitzensteuereinsatzes einschließlich „Bildungssoli“ sowie für die Länder das Aufkommen aus der Vermögenssteuer einsetzen. Unsere Verfassung („Kooperationsverbot in Bildungsfragen zwischen Bund und Ländern) muss dafür so gestaltet werden, dass die Länder diese zusätzlichen Mittel ohne Vorgaben des Bundes erhalten aber ausschließlich im Bildungsbereich einsetzen.

Städte und Gemeinden: Mittelpunkt der Demokratie, Impulsgeber für Chancengleichheit und Investitionen

Städte und Gemeinden sind Orte der gesellschaftlichen Integration und des Zusammenhalts: Junge und Ältere, Deutsche und Ausländer, wirtschaftlich Starke und Schwächere leben hier zusammen. Und unsere Kommunen sind Orte unmittelbar erlebter Demokratie. Ob dieses Zusammenleben funktioniert, Menschen zueinander finden und sich umeinder kümmern, hängt vom Engagement vieler ehrenamtlicher Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker und einer unschätzbar großen Vielfalt ehrenamtlichen

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