28.10.2009 Pörksen - Alte Nahebrücke
„Die SPD-Stadtratsfraktion setzt sich dafür ein, dass die Planungen zur Sanierung / Neubau der alten Nahebrücke auf der Basis der Variante zwei fortgeführt werden“, erklärten die Fraktionsmitglieder Carsten Pörksen und Karl-Josef Flühr nach eingehenden Beratungen der SPD-Fraktion.
Das Mitglied des Planungsausschusses Bauingenieur Michael Boos, SPD, hatte die Pläne mit den verschiedenen Varianten vorgestellt und erläutert. Er hatte sich von Beginn an mit der Sanierungsproblematik befasst und schon sehr frühzeitig eine Sanierung ohne weitere Veränderungen der Brücke als nicht vertretbar bezeichnet. Auch der ehemalige Fraktionsvorsitzende Bernd Burghardt hatte durch seine Kritik einer derartigen Sanierung entscheidend dazu beigetragen, dass mehrere Varianten erarbeitet und nunmehr sowohl in einem work-shop wie auch im Planungsausschuss vorgestellt wurden. Burghardt war es wichtig, Kosten und Lebensdauer ins Verhältnis zu setzen.
Die Variante zwei sieht vor, dass zwei Stützpfeiler unter die Brücke gesetzt werden, so dass praktisch aus einer Spannbrücke eine “Dreifeldbrücke“ wird. Diese soll zusätzlich in den beiden Hohlkammern mit einer auf den Stützen und den Widerlagern ruhenden Stahlkonstruktion versehen werden und bedeutet neben den Spannseilen eine weitere Sicherheit. Der Querschnitt der Pfeiler (jeweils weniger als 2 Meter) behindert nach Auffassung der Wasserwirtschaft den Durchfluss der Nahe nicht. Diese Konstruktion, deren Kosten auf 1,5 Mio. Euro bei einer Lebenszeit von ca. 45 Jahren geschätzt wird, habe die Fraktion überzeugt, so Pörksen und Flühr. Dabei sei die Gestaltungsfrage noch weitgehend offen geblieben. Die Kosten für eine neue Brücke in historisierender Form seien mehr als doppelt so hoch, dieser Vorschlag stieße wegen der kräftigen Brückenpfeiler und –Bögen auf erheblich Bedenken der Wasserwirtschaft und schafften erhebliche Probleme während der Bauzeit (ca. 2 Jahre). Eine neue Stahlbetonbrücke stieß in der Fraktion genauso wenig auf Gegenliebe wie die bloße Sanierung, die bezüglich der Standsicherheit als weiterhin problematisch eingeschätzt wird. „Die SPD-Fraktion folgt aufgrund der fachkundigen Beratungen durch Michale Boos der auch von der überwältigenden Mehrheit der Teilnehmer des work-shops geäußerten Meinung für die Variante zwei und erwartet deshalb von der Verwaltung, dass sie die Planung auf der Basis dieses Vorschlags vorantreibt“, erklärte Pörksen und Flühr abschließend. Die SPD-Fraktion hält dabei an ihrer Auffassung fest, dass die Finanzierung dieses Bauvorhabens weitaus größere Priorität genieße als andere Bauvorhaben wie z.B. die Ost-West-Trasse.