28.07.2010 Presse „Poststraße“

Presseerklärung

„Die SPD-Fraktion ist offen für eine vom Stadtratsbeschluss abweichende Verwendung des Grundstücks Poststraße 11; auch wenn sie erstaunt darüber ist, dass sich der Zustand des Hauses in wenigen Wochen so verbessert hat“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Carsten Pörksen zur Diskussion über Erhalt oder Abriss des Hauses.

In der Stadtratssitzung sei wegen des miserablen Zustandes der Gebäude auf dem Grundstück auch im rückwärtigen Bereich von der Verwaltung der Abriss vorgeschlagen und deshalb die Kaufentscheidung getroffen worden. Dies sei von der Verwaltung so begründet worden. Und wenn es nun Anhaltspunkte dafür gibt, das Gebäude nicht abzureißen, sondern mit vertretbaren Mitteln zu sanieren, möge die Verwaltung darlegen, ob sie der von der CDU-Fraktion in der Öffentlichkeit vermittelten Einschätzung folgt.

Er selbst, so Pörksen, habe auf Grund des Zustands des Hauses und insbesondere der miserablen Innenbereichs-Situation nicht den Eindruck, dass eine Sanierung mit einem vertretbaren finanziellen Aufwand möglich ist. Da hilft nach seiner Auffassung auch der Hinweis auf die Gewobau nichts, die aus guten Gründen auf eine Sanierung der Poststraße 7 verzichtet und dieses Objekt der Firma Theiss veräußert habe. „Private Sanierer stehen nicht gerade reihenweise vor der Tür der Stadtverwaltung, das gilt für dieses Gebiet umso mehr, als der Innenhofbereich fast aller Gebäude an der Poststraße als katastrophal bezeichnet werden muss“, stellt Pörksen fest. Er habe sich durch einen Blick aus dem 3. Obergeschoß der Poststraße 7 einen entsprechenden Eindruck verschaffen können. „Ohne eine Entkernung geht dort nichts, wenn man diese Wohnlage verbessern will“, meint Pörksen. „Ob dafür das Gebäude Poststraße 11 abgerissen und nach Entkernung des gesamten Innenbereiches wieder aufgebaut werden könne oder ob eine Sanierung in anderer Weise möglich sei, müsse nun eingehend geprüft werden“, so Pörksen abschließend.