26.11.2010 Presse "Ein-Euro-Jobs"
Presseerklärung
Die völlig überzogene Kritik des Bundesrechungshofes an den sogenannten „Ein-Euro-Jobs“ und die zum Teil etwas undifferenzierte Unterstützung durch die Handwerksorganisationen drohen erfolgreiche Erfahrung im Kreis Bad Kreuznach in Misskredit zu bringen, stellte der Abgeordnete der SPD-Landtagsfraktion Carsten Pörksen in seiner Funktion als Stadtrats- und Kreistagsmitglied fest.
Zwar habe das möglicherweise viel zu hoch gesteckte Ziel, durch diesen Weg den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt im großen Umfang zu ermöglichen, nicht erreicht werden können, aber die Praxis beweise trotzdem die Sinnhaftigkeit dieser Jobs. So gebe es in Stadt und Kreis viele Beispiele, die deutlich machen, dass sowohl die betroffenen Arbeitslosen wie auch Einrichtungen vor Ort von diesen Jobs profitieren. Ein Beispiel für Pörksen ist die große Zahl von Busbegleitern, die durch ihre Anwesenheit und Unterstützung der Busfahrer Sicherheit in Bussen gewährleisten. Dies wäre hauptamtlich nicht zu finanzieren. Dabei werde den Betroffenen das Gefühl vermittelt, sie werden in unserer Gesellschaft gebraucht, auch sie können einen Beitrag leisten, ist Pörksen überzeugt. Deshalb habe er sich in der Kreisausschusssitzung im Namen der SPD-Kreistagsfraktion vehement dafür eingesetzt, dass der Kreis z.B. in den Schulen die Finanzierung dieser Jobs zumindest vorübergehend sicherstelle. Die kurzsichtige Einstellung des Bundesrechnungshofes, die auf die Schicksale der Betroffenen nur wenig Rücksicht nehme, dürfe nicht dazu führen, dass der im gewissen Umfang mögliche Einstieg in den 1. Arbeitsmarkt auch im Kreis Bad Kreuznach verhindert werde. Der Kreis Bad Kreuznach tue deshalb gut daran, trotz aller zum Teil auch berechtigten Kritik an den „Ein-Euro-Jobs“ „das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten“ sondern weiterhin Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten, stellte Pörksen abschließend fest.