16.01.2009 Presse UA Arp

Pörksen: Land hat hochwertige Arp-Sammlung – Kritik der CDU erweist sich im Untersuchungsausschuss als haltlos

„In der heutigen Sitzung befasste sich der Untersuchungsausschuss „Arp“ in erster Linie mit den Fragen von Originalität, Authentizität, Echtheit und Wert von posthumen Güssen und Skulpturen von Hans Arp, ein Streit in der Kunstwelt, den zu
lösen der Untersuchungsausschuss überfordert wäre. Dabei hat die Beweisaufnahme ergeben, dass die Problematik von posthumen Güssen bei vielen Künstlern bekannt ist. Als Beispiel sei hier Rodin oder auch Degas genannt. Ganz überwiegend wird die Auffassung vertreten, dass die Frage, wann eine Skulptur oder Plastik gegossen wurde, für die künstlerische Aussagekraft, aber auch für die Wertbestimmung nicht ausschlaggebend ist. Dabei muss man wissen, dass von den 404 vom Land erworbenen Kunstwerken lediglich 44 Plastiken sind, von denen 11 Werke posthum, also nach dem Tod des Künstlers, entstanden sind. Somit handelt es sich nur um einen kleinen Teil der Sammlung. Man kann also nicht sagen, wie dies die CDU tut, dass das Land viel Geld für minderwertige Kunstobjekte ausgegeben habe. Das Gegenteil ist richtig. Das Land Rheinland-Pfalz hat eine hochwertige Sammlung erworben, zu der auch einige wenige posthume Güsse gehören. Den Wert der Sammlung beeinträchtigt dies nicht. Dies ergeben auch zahlreiche Expertisen und Wertgutachten.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass das Land mit dem Arp Museum einen hervorragenden Museumsbau mit hochwertigen Kunstobjekten zu günstigen Bedingungen erhalten hat“, so Carsten Pörksen, Obmann der SPD-Fraktion im Untersuchungsausschuss „Arp“. „Dieses hervorragende Angebot wird nunmehr ergänzt durch die ‚Sammlung Rau’.“