06.10.2009 Pörksen Presse BBS West-Ost

Presseerklärung

Carsten Pörksen

„Die massiven Bedenken der Berufsbildenden Schulen in Bad Kreuznach gegen den Bau der West-Ost-Trasse entlang der Bahn veranlassen die SPD-Stadtratsfraktion, den Antrag zu stellen, die Fortsetzung der Planung zunächst auszusetzen,“ erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Carsten Pörksen nach einem Gespräch von Fraktionsmitgliedern mit den Schulleitungen und Schülervertretern.

Die SPD-Fraktion fühle sich in ihren seit langer Zeit gehegten Bedenken gegen die Trasse durch die große Probleme für die Schulen bestätigt, zumal gleichzeitig die Sinnhaftigkeit der Straßenplanung bezüglich ihrer Entlastungsfunktion für die Innenstadt und insbesondere das Salinental bezweifelt werden müsse. Die Stadt dürfe nicht durch Straßen-baumaßnahmen über 4000 Schülerinnen und Schülern in der Woche sowie vielen Lehrkräften einem Straßenlärm aussetzen, der den Schulbetrieb erheblich beeinträchtige. Dies sei in dem Gespräch sehr deutlich geworden und werde schon in dieser Woche dazu führen, dass die SPD-Fraktion eine Vertagung der im Planungsausschuss und Stadtrat gestellten Beschluss-vorlagen beantragen werde. Die über 40 Jahre (!) alte Planung von Prof. Schächterle verträgt es nach Auffassung Pörksens durchaus, wenn sie aufgrund der nachvollziehbaren und durchaus erheblichen Bedenken der Schulen für einige Zeit ausgesetzt werde. Der fast völlige Wegfall von Grünflächen, die auch als Aufstellflächen in Katastrophenfällen dienen, eine massive Zunahme der Lärmbelastung, eine große Mauer unmittelbar vor den Fenstern, der Wegfall von vielen Parkplätzen sowie erhebliche Lüftungsprobleme durch das Geschlossen halten der Fenster, seien Argumente, die nicht vom Tisch zu wischen seien. Diese Probleme seien auch nicht durch einfache Baumaßnahmen zu beseitigen. Im Übrigen habe weder die Stadt noch das Land noch der Bund das für die Umsetzung der Planung erforderliche Geld, schließlich handele es sich um Millionenbeträge im zweistelligen Bereich. Im Übrigen werde die Umwelt in keiner Weise entlastet. Schulen umzingelt von Straßen und einem Großkreisel seien wirklich kein Zukunftsmodell; daran können auch Lärmschutzmauern und ähnliche Maßnahmen nichts ändern. Die SPD-Fraktion ist vielmehr der Auffassung, so Pörksen, dass die Zeit des Aussetzens der Planung dafür genutzt werden sollte, unter Berücksichtigung der Verkehrssituation nach Bau der Nord-Süd-Trasse und einer Verkehrsberuhigung im Salinental weniger entscheidende Maßnahmen wie z.B. die Umgestaltung der Ochsenbrücke zu untersuchen. „Die Verbreiterung der Bahnschneise durch die Stadt um weitere 15 m ist städtebaulich wenig verträglich“, so Pörksen abschließend.

Carsten Pörksen
Bad Kreuznach, 06.10.2009